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Brigitte Schumann: Streitschrift Inklusion. Was Sonderpädagogik und Bildungspolitik verschweigen. Frankfurt/Main 2018

Buchbesprechung: Alle behindert!

Alle behindert! von Horst Klein und Monika Osberghaus

Klett Kinderbuch, 2019

Ansprechend ist das Kinderbuch in DinA4 Größe auf den ersten Blick 

schon: Lustig gezeichnete Kinder schauen den Buchbetrachter auf der

kartonierten Vorderseite an. Beim zweiten Hingucken fällt auf, dass

diese Kinder alle nur 4 Finger haben und einige wohl behindert sein

sollen. Das sagt auch der Titel: Alle behindert! 

 

"Alle", das ist eine klare Aussage: Irgendwie hat jeder irgendwelche

Einschränkungen. Soweit, so gut. Aber ist das identisch mit dem

Beeinträchtigungsbegriff aus der UN-Konvention? Bleiben wir 

zunächst bei der äußeren Buchgestaltung:

Kinder des Covers haben gelbunterlegte Sprechblasen:

Stotternd, aggressiv und legasthenisch leicht verdreht ("Kniderbuch")

liest man Aussagen wie "Glotz nicht so!" und "EY! B-b-biste behindert?"

 

Nun folgen 25 immer gleich gestaltete Seiten, die stark an die stereo-

typischen Freundschaftsbücher der heutigen Zeit erinnern; die

versprochenen 25 spannenden Beeinträchtigungen  werden zu 

langweilige Wiederholungen:

-Name des beschriebenen Kindes

-Mag gerne, 

-Mag weniger,  

-Lieblingssatz, 

-Behinderung, 

-Spitz- oder Schimpfname,

-Vorteil, etc. 

 

Am unteren Rand gibt es dann noch ein "Mitmachlevel", dessen

Funktion rätselhaft bleibt.

Bei dem am unteren Buchrand platzierten verdreht geschriebenen 

"Geheimwissen" fällt auf, dass die verwendete Schrift im Kleindruck fast 

unlesbar wird. Damit wird jeder Leser mit Seebehinderung oder

Seebeeinträchtigung am Lesen buchstäblich „gehindert“.

Man zweifelt, ob sich Autoren und Verlag wirklich intensiv mit dem 

Thema Behinderung und Inklusion auseinandergesetzt haben.

 

Das wird auch deutlich, sobald es um Text und Inhalt des Buches geht.

Die Intention des Buches wird am Ende unter "Liebe Leute" noch 

einmal erläutert: Absicht sei es, "Kindern und anderen Neugierigen einen

ersten Zugang zur bunten Welt der Behinderungen zu eröffnen."

Die gute Absicht wird aber leider konterkariert, indem man alle Kinder 

"typisiert" entsprechend ihren „besonderen“ Eigenschaften, als da wären:

-Dick, 

-Angeber,

-Mitläufer,

-Tussi,

-Überbehütung etc.

 

Sogenannte behinderte Kinder werden allerdings n u r unter ihrer

Beeinträchtigung "gelistet". Und höchst problematisch erscheint es mir,

dass dazu auch noch Tipps gegeben werden, wie man mit diesem 

behinderten Kind überhaupt spielen kann: Bei der Anna mit Trisomie 21 

heißt es: „Einfache Spiele sind drin.“ Von Herrn Pablo Pineda Ferrer,

der das Down-Syndrom u n d einen Universitätsabschluss hat, haben die

Autoren offenbar noch nichts gehört! Genauso abwegig muten die

aufgezählten Vorlieben bei den Kindern mit Beeinträchtigungen an:

Gleiche Beeinträchtigungen (statt Behinderungen, wie es im Buch ständig 

heißt) bedingen noch lange nicht gleiche Vorlieben!

 

Die Buchidee „eigentlich sind wir alle ein bisschen behindert“ scheitert bei 

genauem Hinschauen also gänzlich:

Es ist völlig übersehen worden, dass ein "Angeber", "Rüpel", "Tussi" oder 

"Überbehütung" keine auch nur irgendwie vergleichbare angeborene oder 

erworbene Behinderung wie "Muskelschwäche" oder "Epilepsie" oder ein 

"Herzfehler" ist. Erziehungsfehler der Erziehungsberechtigten haben mit

Behinderung nun wirklich nichts gemeinsam! Der entscheidende Unterschied,

dass Menschen mit einer bestimmten Beeinträchtigung etwas nicht können

und es auch nicht lernen können, wie z. B. bei Blindheit, wird völlig ignoriert. 

Das wirkt sehr befremdlich auf Menschen, die mit einer wirklichen

Beeinträchtigung leben müssen und auch auf Menschen, die mit Menschen 

mit Beeinträchtigungen gemeinsam leben oder sie betreuen.

 

Die stereotypische Frage: 

„Wie oft kommt das vor?“ wird auch bei Anna mit dem Down Syndrom 

gestellt und mit „immer seltener (leider!)“ beantwortet, eine Antwort, 

die total missverstanden werden kann. 

 

Erwähnenswert erscheint mir noch die aufgeführte Spitz- und 

Schimpfnamenkategorie:

Krüppel, Depp, Langweiler, Normalo, Stotterkiste, Spasti, Krampfie, Zicke, 

Taubi, Helikopterkind etc. 

Wie fühlt man sich als Kind mit Muskelschwäche oder Lernbehinderung 

etc , wenn man das über sich selbst liest? Beispiel auch "Anna"!

Der Inhalt des zu jedem Kind aufgeführtem Geheimwissens bleibt 

gleichfalls wenig zielführend, ist oft flach und angreifbar. 

 

Die Teilhabe in unserer Gesellschaft für Menschen mit Beeinträchtigung 

verlangt etwas mehr als unüberlegte Gleichmacherei von unangenehmen 

Eigenschaften mit angeborenen "Besonderheiten", die ein sogenanntes 

normales Leben nicht zulassen.

Insofern ist dieses Buch trotz der ansprechenden Zeichnungen inhaltlich 

inakzeptabel und n i c h t empfehlenswert.  

 

Auch wenn die taz in ihrer Rezension zu einem ganz anderen Urteil kommt,

möchte ich sie trotzdem zitieren: Alle behindert! ist „ein unverkrampftes 

und witziges Sachbuch ü b e r behinderte Kinder“ und ergänzen: 

aber scheinbar von Menschen geschrieben, die sich wenig mit 

Behinderungen auskennen, und das Buch ist auch 

sicher nicht f ü r Menschen mit Beeinträchtigungen zum Lesen gedacht! 

Dabei verspricht die Widmung zu Beginn genau das: 

" Für alle, die den Alltag rocken, obwohl Soul läuft."

Leider nicht, für genau diese Kinder ist das Buch teilweise sehr beschämend.

 

Viola Kleffel

Index für Inklusion

Den Index für Inklusion, übersetzt von Inez Boban und Andreas Hinz, können Sie als pdf hier herunterladen.

 

Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern haben eine Erklärung zum Recht auf schulische Inklusion verabschiedet

Die Stuttgarter Erklärung der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern zum Recht auf inklusive schulische Bildung können Sie hier lesen.

Fragt sich, wann eine derartige Erklärung auch von der Kultusministerkonferenz verabschiedet wird...

Hans Wocken: Bayern integriert Inklusion. Zur schwierigen Koexistenz widersprüchlicher Systeme. Hamburg (Feldhaus Verlag) 2014

Eine Rezension dazu von Brigitte Schumann können Sie hier lesen:

http://bildungsklick.de/a/92095/rettet-die-inklusion

 

Inklusion von Menschen mit Behinderung: Soziale Stärke.

Ein Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung vom 16.6.2014:

 

"Inklusion- ein Modewort? Ja. gewiss. Aber bei der Eingliederung von behinderten Menschen in die Alltagswelt geht es um mehr: um Demokratie und Grundrechte. Und darum, dass Hilfebedürftigkeit zum Menschen gehört."

Hier lesen Sie den Artikel: http://www.sueddeutsche.de/bildung/inklusion-von-menschen-mit-behinderung-soziale-staerke-1.2000631

Für Selbstbestimmung, gleiche Rechte, Barrierefreiheit, Inklusion! Erster Bericht der Zivilgesellschaft zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland (Berlin 2013)

Der 80-seitige 1. Bericht der BRK-Allianz, an der auch verschiedene Gemeinsam leben-gemeinsam lernen-Gruppen teilgenommen haben, wurde im Januar 2013 vom Plenum der BRK-Allianz verabschiedet und Ende März 2013 an Bundestag und Bundesregierung übergeben. Die englische Übersetzung wurde Ende 2013 an den Fachausschuss in Genf übersandt.  

Printversionen der Langfassung sind über die Geschäftsstelle erhältlich. 

Den gesamten Text können Sie auch hier lesen.

Stellungnahme des Vereins Eltern für Inklusion e.V. zur Inklusion in Hamburger Schulen

Unsere Stellungnahme vom Oktober 2013 finden Sie hier.

Wie kommt Inklusion in die Fläche?

http://www.vielfalt-lernen.de/2013/08/14/wie-kommt-inklusion-in-die-flache/

Darin finden Sie eine interessante neuere Statistik zum Anteil der integrierten Schüler in den einzelnen Bundesländern.

 

Der Autor des "Behinderten-Reports" und des Buchs "Vernichtung lebensunwerten Lebens", Ernst Klee, ist gestorben.

Eine ausführliche Würdigung seiner Arbeit für Menschen mit Behinderung über viele Jahrzehnte hinweg finden Sie bei kobinet.

Filme zum Thema Inklusion in der Schule

Eine Zusammenstellung von Filmen zur Inklusion, die als Anschauungsmaterial geeignet sind finden Sie hier.

Niemand wird zurückgelassen-eine Schule für Alle

Dieses gerade erschienene Buch können Sie hier ansehen.

Brigitte Schumann hat dazu eine Rezension geschrieben, die Sie hier lesen können.

Aktuelles zum Thema Inklusion in Kindergarten und Schule

sowie zu inklusiver Bildung und Ausbildung allgemein finden Sie auf der Seite des Deutschen Bildungsservers:

Link

Dr. Brigitte Schumann: Eine unhaltbare sonderpädagogische Konstruktion mit nachweislich schädlichen Folgen

Dr.Schumann stellt eine aktuelle Studie von Lisa Pfahl über "Techniken der Behinderung" vor.

Sie setzte sich mit dieser Studie auseinander und beschreibt, dass hier die Förderschule für Lernbehinderte "nicht nur als Sonder-Institution in Frage gestellt (wird). Auch die sonderpädagogisch vermittelte Klassifizierung der "Lernbehinderung" wird von der Wissenschaftlerin hinterfragt und als "Technik der Behinderung" kenntlich gemacht".

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.   

Hans Wocken: Das Haus der Inklusiven Schule

Der inzwischen emeritierte längjährige Professor für Integrations- und Lernbehindertenpädagogik an der Universität Hamburg, Prof. Hans Wocken, ein ebenso langjähriger Mitstreiter in unserer Landesarbeitsgemeinschaft, hat ein neues Buch geschrieben:

Das Haus der inklusiven Schule. Baustellen - Baupläne- Bausteine.

Es ist erschienen in der Reihe "Lebenswelten und Behinderung" im Feldhaus Verlag und kostet € 24,80.

Liebe Freundinnen und Freunde inklusiver Bildung,

 

das erfolgreiche Buch “Das Haus der inklusiven Schule” (2013, 4. Auflage) hat eine Fortsetzung gefunden.

 

Das neue Werk heißt:

Zum Haus der inklusiven Schule”.

 

Der Titel ist ähnlich, aber alle Beiträge sind aufregend neu.

Das Inhaltsverzeichnis des Buches kann eingesehen werden unter:

www.hans-wocken.de/aktuell.htm

 

Angeregte Lesefreude und stimulierendes Brainstorming wünscht

Hans Wocken

***********************************

Prof. Dr. Hans Wocken

email:             hans-wocken@t-online.de
homepage:    www.hans-wocken.de/

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Lesen Sie einen Artikel dazu in der Zeitung Neues Deutschland: http://www.neues-deutschland.de/artikel/195510.mit-angezogener-handbremse-zur-inklusion.html?sstr=spr%FCgel

 

Studie der Bertelsmannstiftung zur Inklusion in Deutschland

Die Bertelsmannstiftung hat einen Überblick über die aktuelle Situation der Inklusiven Bildung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland vorgelegt.

Die Studie können Sie hier lesen.

Wegweiser für Eltern zum Gemeinsamen Unterricht

Dieser Wegweiser, herausgegeben von der ehemaligen Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Frau Evers-Meyer und der BAG Gemeinsam leben gemeinsam lernen, führt neben allgemein gültigen Ratschlägen für Eltern in die Gesetzeslage der einzelnen Bundesländer ein.

Für Hamburg ist mit der letzten Änderung des Schulgesetzes die dargestellte Gesetzeslage bereits veraltet.

Wegweiser zum gemeinsamen Unterricht (pdf)

Schulassistenz – Ein Leitfaden zur Beantragung für Eltern und Schulen

Das Elternzentrum Berlin hat zusammen mit anderen Elternvereinen einen Leitfaden für Eltern zusammengestellt, die Schulhelfer und Assistenz in der Schule beantragen wollen. Die Handreichung enthält Informationen zum speziellen Weg in der Hautstadt, aber auch die bundesweite Handhabe der Beantragung von Assistenz über die Jugendämter sowie Rechtliche Grundlagen und häufig gestellte Fragen. 

Das Dokument kann hier (pdf ) heruntergeladen werden oder auch als Broschüre bestellt werden per e-mail bei: LFassistenz@elternzentrumberlin.de

 

ZDF-Special: Alle Inklusive

Zum Tag der Behinderten  am 3.12.2010 hat das ZDF eine "lange Nacht der Inklusion" gesendet mit Beiträgen zur Inklusion in verschiedenen Lebensbereichen.

Mit dabei als Interviewpartner aus Hamburg waren Felix Conzelmann, ein  ehemaliger Schüler der allerersten Integrationsklasse in Hamburg und nun angestellt als Page in einem Altenheim, eine Arbeit, die er mit Hilfe der Hamburger Arbeitsassistenz gefunden hat und Camilla Dawletschin-Linder aus unserem Vorstand. Die Sendung können Sie auf http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1209710/Alle-inklusive sehen.

Neues Rechtsgutachten zur inklusiven Bildung

Prof. Eibe Riedel hat im Auftrag von Gemeinsam leben gemeinsam lernen NRW, unserem Schwesterverband, ein Rechtsgutachten erarbeitet, das Eltern juristische Hilfe an die Hand gibt, wenn sie ihren Kindern mit Behinderung den Zugang zur allgemeinen Schule sichern wollen.

Ein Interview mit Prof. Riedel können Sie hier lesen: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,674128,00.html

Informationen zum Gutachten finden Sie auf der Website der LAG NRW:http://www.gemeinsam-leben-nrw.de/

Das neue Hamburgische Schulgesetz

Hier können Sie das neue Hamburgische Schulgesetz einsehen.  § 12 bezieht sich auf die Integration von Kindern mit Behinderung:

www.hamburg.de/contentblob/1995414/data/schulgesetzdownload.pdf

Dieter Basener: Hamburger Arbeitsassistenz - das Original der Unterstützten Beschäftigung

Hamburg 2009, 196 Seiten, Preis: € 19,80  ISBN 978-3-9812235-3-8

 

Im Jahre 1993 übernahm die Hamburger Arbeitsassistenz aus den USA das Konzept des Supported Employment und passte es so grundlegend an die deutschen Verhältnisse an, dass daraus etwas Neues und Eigenständiges wurde: Die Unterstützte Beschäftigung.

In 17 Jahren verhalf der Dienst in Hamburg vielen  Menschen mit geistiger Behinderung zu einer Tätigkeit in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes! Über 700 Personen fanden Arbeit in Supermärkten, Altenheimen, Tankstellen und in vielen anderen Arbeitsfeldern. Sie haben einen Arbeitsvertrag erhalten und verdienen einen tariflichen oder ortsüblichen Lohn. Auch wenn ca. 100 von ihnen inzwischen  nicht mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig sind: Dies ist die Größenordnung einer kompletten Werkstatt für behinderte Menschen.
Der bundesweit einmalige Erfolg ermutigte den Gesetzgeber zu einer Maßnahme, die mit dem Instrumentarium der Unterstützten Beschäftigung die Aufnahme in die WfbM vermeiden und den Zugang zum Arbeitsmarkt ebnen soll. Das Konzept der Hamburger Arbeitsassistenz wurde namensgebend für ein neues flächendeckendes Angebot.
Die vorgestellte Veröffentlichung  ist konzipert als gut lesbares Fachbuch. Sie schildert in kurzen Kapiteln das Vorgehen und die Instrumente, ist aber auch ein Lesebuch mit Interviews und Reportagen, ergänzt durch Fotos aus dem Arbeitsalltag.
Im Laufe der Jahre hat die Hamburger Arbeitsassistenz in der Vermittlung behinderter Menschen ein Expertentum und eine Professionalität herausgebildet, die in Deutschland nirgendwo anders anzutreffen sind. Die Erfahrungen sind reflektiert, ausgewertet  und so aufbereitet, dass auch andere Dienste sie nutzen können.
Die Lektüre macht den immensen Erfolg des Dienstes verständlich. Und sie offenbart: Die Erfolgsfaktoren sind auf alle Regionen der Bundesrepublik übertragbar. Ein Mutmachbuch und eine Pflichtlektüre für jeden, der sich mit beruflicher Teilhabe beschäftigt.

 

Zu beziehen ist das Buch über bei 53° Nord GmbH, Behringsstraße 16a, 22765 Hamburg, Tel. 040/ 414 37 59 88, Mail: info@53grad-nord.com oder über die Website www@53grad-nord.com

 

Was bedeutet die UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland?

Aus der BRK folgt, dass in Deutschland ein Umdenken vonnöten ist:

Insbesondere Art. 24 (Bildung), der ein inklusives Bildungssystem fordert, macht dies deutlich: Daraus geht hervor, dass nicht die Kinder mit Behinderungen sich an das bestehende Schulsystem anpassen müssen, sondern dass vielmehr Strukturen geschaffen werden müssen, in denen diese Kinder gleichberechtigt und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend ihren Platz finden können.

 

Mehr dazu:

Theresia Degener: Welche legislativen Herausforderungen bestehen in Bezug auf die nationale Implementierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Bund und Ländern? In: Behindertenrecht Jg. 2009, Heft 2.

 

R. Poscher; J. Rux, T. Langer: Von der Integration zur Inklusion: Das Recht auf Bildung aus der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und seine innerstaatliche Umsetzung. Baden-Baden: Nomos, 2008.

Jugendliche mit Behinderung sprechen über ihre Vorstellungen zur inklusiven Bildung

Die Mitgliedsländer der Europäischen Agentur für Entwicklungen in der sonderpädagogischen Förderung (bekannt als "European Agency") haben 2007 ein europäisches Hearing von Jugendlichen mit Behinderungen bzw. mit sonderpädagogischem Förderbedarf veranstaltet. Dabei standen die Erfahrungen der Jugendlichen mit inklusiver Bildung, ihre Ideen und Vorschläge im Mittelpunkt.
Der Bericht hierzu ("Junge Stimmen: Umgang mit Diversität in der Bildung") ist nunmehr in 21 Sprachen erschienen. Auf Deutsch steht er hier zum Download bereit:
http://www.european-agency.org/site/info/publications/agency/ereports/docs/20docs/EPH-DE.pdf

Integration und Inklusion in der Schule

Wer mehr über eine inklusive Schule wissen möchte, dem empfehlen wir den online zu lesenden Artikel von Alfred Sander: Von der integrativen zur inklusiven Bildung:

http://bidok.uibk.ac.at/library/sander-inklusion.html

 

Aussonderung in Förderschulen

Der Integrationsforscher Prof. Hans Wocken hat die Einrichtung der Integrationsklassen in Hamburg wissenschaftlich begleitet. Er hat auch in mehreren Publikationen das Problem der Aussonderung in Förderschulen unter die Lupe genommen, z.B.:
Wocken, H.: Andere Länder, andere Schüler? Vergleichende Untersuchungen von Förderschülern in den Bundesländern Brandenburg, Hamburg und Niedersachen [Text]  

Statistiken: Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Sonderschulen und in allgemeinen Schulen

Eine Studie der Kultusministerkonferenz für die Jahre 1998-2006 führt die Schülerzahlen auf:  http://www.kmk.org/fileadmin/pdf/PresseUndAktuelles/Dok185.pdf

Gemeinsam leben - Zeitschrift für integrative Erziehung

"Gemeinsam leben" heißt die Zeitschrift der Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben gemeinsam lernen, die vierteljährlich im Juventa-Verlag erscheint.

Sie bringt wissenschaftliche Artikel ebenso wie Werkstattberichte, Buchbesprechungen zum Thema Integration/Inklusion und Nachrichten aus den Bundesländern.

Für unsere Mitglieder gibt es ermäßigte Jahresabonnements. Fordern Sie ein Probeexemplar an und werden Sie Abonnent, damit wir dieses wichtige Organ der Integrationsbewegung auch weiterhin herausgeben können!

Unter www.juventa.de unter der Rubrik: Zeitschriften - Gemeinsam leben findet man das jeweils aktuelle Inhaltsverzeichnis der Zeitschrift.

Sonderschule behindert Chancengleichheit

Lesen Sie dazu den folgenden Artikel von

Justin J. W. Powell und Lisa Pfahl:

http://bibliothek.wzb.eu/wzbrief-bildung/042008.pdf